Fahrradtypen für den Großstadtdschungel

fahrradtypen für die Grossstadt

In meiner Fahrradfahrer-Karriere begleiteten mich vor allem zwei Fahrradtypen, die man heute im Straßenbild an jeder Ecke sieht: Mountain- und Treckingräder.

Warum eigentlich?

Bei mir war es die Neugier auf dieses neue Fahrradkonzept in den 90er Jahren. Fuhr ich zunächst jahrelang ein modernes Treckingrad, wollte ich später etwas Sportlicheres.

Und so kaufte ich insgesamt drei Mountainbikes, zunächst mit 21-Gang-Schaltung, später mit 27-Gang-Schaltung und Federgabel. Nur im Gelände war ich nie.

Neben ein paar Wochenendausflügen dienten die Räder damals wie heute vorrangig, um zur Arbeit zu kommen. Die Wege variierten zwischen 15 – 35 KM am Tag.

Die Räder aber wurden von mir, wie auch den meisten anderen Besitzern, ihrer Bestimmung immer mehr entrückt. Sie bekamen Gepäckträger, Satteltaschen, das Bügelschloß fand seinen Platz in einer Halterung am Rahmen, gleich über dem Getränkehalter. Schutzbleche schützten mich einigermaßen vor dem Wasser der Räder, ein Kindersitz musste montiert werden. Die Bereifung wechselte von geländefähig zu straßentauglich.

Bis ich durch einen Zufall an ein äußerst hübsches Rennrad der Marke „Bob Jackson“ geriet.  Und so entdeckte ich eine andere Art der Kilometerbewältigung.

Das Rennrad war 10 kg leichter, die Bereifung schmal und ich trug meine Habseligkeiten fortan in einer coolen Fahrradkuriertasche auf dem Rücken. Was für eine Befreiung.

Das mache ich nun seit über fünf Jahren und genieße jede Fahrt ohne den Ballast. Klar, es gibt Einschränkungen, die weniger robusten Laufräder zum Beispiel. Ich fahre damit keine Bordsteine rauf. Bei Regen helfen Steckschutzbleche (aus Kunststoff).

Aber dafür kann ich mein Rad auch mal auf die Schulter nehmen, um es in den Keller zu bringen oder an die Bar auf dem Elbstrand.

Aber es gibt noch weitere Veränderungen: Ich bin erheblich schneller und mit weniger Kraftaufwand am Ziel und kann die Fahrt genießen.

Im Winter steige ich dann auf ein Singlespeed-Bike um. Es ist ausgestattet mit einer Lichtanlage über einen „Son“-Naben-Dynamo und hat Kunststoff-Schutzbleche. Sonst nichts. Das reicht allemal für die Wege durch die Stadt.

Nun sind die Kinder größer und mein Sohn wollte unbedingt… RICHTIG! Ein Mountainbike. Mit all dem Gedöns dran, was ich zuletzt auch am Rad hatte. Das Rennrad hat ihn aber auch immer fasziniert. Kam jedoch zunächst als Schul-Alltagsrad nicht in Frage. Aber so ein Singlespeed-Bike! Gerader Lenker, weniger als 10 Kg Gesamtgewicht, das konnten wir uns schon vorstellen. Und so verkauften wir das Mountainbike und er ist nun stolzer Besitzer eines Singlespeed-Bikes von YoungRiders. So bleiben zumindest ihm die jahrelangen Irrwege zweckentfremdeter Mountainbikes erspart.

Welche Fahrradtypen habt ihr schon alles ausprobiert? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen hier unten in der Kommentarfunktion.

Alexander von YoungRiders

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *