We ♥ Singlespeeds

We love Singlespeeds

Das Singlespeeds trendy sind, ist ja klar. Aber was genau ist an den Rädern so toll? Und warum will ich meins auf keinen Fall mehr hergeben? Das habe ich hier mal auf den Punkt gebracht.

  1. Der Ursprung aller Fahrräder.
    Zwei Räder, Sattel, Lenker, Pedale, Zahnrad und Kette – so konnte jedermann schon in den 1860er Jahren von A nach B kommen – auch ohne eigenes Pferd oder Kutsche zu besitzen. Das Zweirad war das erste individuelle Verkehrsmittel. Viele Jahre glaubte man, dass die Erfindung des Fahrrades sogar auf Leonardo da Vinci zurück zu führen wäre, dies hat sich als Irrtum erwiesen. Letztendlich wurde der rechtmäßige Erfinder, Kirkpatrick MacMillan, ermittelt. Der Schotte erfand bereits 1838 den unserem Fahrrad am ähnlichsten Vorgänger, damals unter dem Namen “Trethebel-Zweirad”. Dieses wies bereits Pedale am Vorderrad, ein Gestänge sowie eine Kurbel am Hinterrad auf. In Deutschland existiert seit 1870 ein Patent für den Stangenantrieb. Zu Ehren des Fahrrades wird am 3. Juni nun schon zum 18. Mal der Tag des Fahrrades gefeiert – ein Hoch auf das umweltfreundlichste und gesündeste Fortbewegungsmittel.

  1. Fahrradenthusiasten lieben sie.
    Die einfachen Räder mit nur einem Gang wurden vor einigen Jahren von Kurierfahrern in New York wiederentdeckt. Inspiriert vom Bahnradsport, bei dem es einzig und allein um Geschwindigkeit geht, bauten sie sich Bikes, die wendig, leicht, und wartungsarm waren. An ihren Rädern verbauten sie nur, was absolut notwendig ist: Rahmen, Reifen, Zahnrad, Pedale, Kette, Lenker, Sattel und sonst nix! Auf alles was nicht unbedingt gebraucht wird, wurde verzichtet: kein Schutzblech, keine Lichtanlage und oft sogar keine Bremsen. Damit sind die Räder unglaublich leicht und unglaublich schnell. In der Botenszene auf der ganzen Welt sind die Bikes längst Kult. Sie werden oft im fixed gear-Modus gefahren (man spricht auch von Fixies), das bedeutet mit starrer Nabe. Die Pedale drehen mit und bremsen kann man nur, wenn man sich mit voller Kraft hinten reinstellt. Dafür kann man auch Rückwärtsfahren. Mit welch anderem Bike geht das denn bitte? Ihr merkt schon, das Fahren tönt gefährlich und will geübt sein! Und so kennen wir die Kurierfahrerszene: sie heizen durch die Straßen, an jedem Stau vorbei, durch die engsten Lücken gerade noch durch und das alles in atemberaubendem Tempo. So fühlt es sich für uns Singlespeed-Fans ein wenig an, als ob etwas von der Coolness der Fahrradkuriere auf uns abfärbt, wenn wir mit unseren Bikes lässig durch die Stadt düsen – auch wenn die wenigsten von uns im fixed gear-Modus unterwegs sind (da dies auf deutschen Straßen nur mit zusätzlichen Bremse erlaubt ist).
  1. Schönstes Design.
    Singlespeeds sind schlicht und einfach formschöne Bikes, die aus der Masse der Mainstream-Fahrräder herausstechen – ohne dass sie ein Vermögen kosten müssen. Sie sind sportlich, elegant und schnörkellos – die Optik erinnert zu Recht an Rennräder. Singlespeeds sind jedoch noch stärker darauf reduziert, worauf es ankommt: so steht das Design von Stahlrahmen und Hochprofil-Laufrädern klar im Vordergrund. Auf alle unnötigen Anbauteile wurde verzichtet – eben auch auf eine Gangschaltung: Ganz klar nach der Devise: “reduce to the max” – und darauf stehen wir.
  1. Mit ihnen bist du Teil einer Gemeinschaft.
    Wenn wir ehrlich sind, so freuen wir uns riesig, wenn uns ein anderer Singlespeed-Fahrer entgegenkommt. Ich hab mich schon dabei erwischt, wie ich die Hand zum Gruß gehoben habe. Noch sind wir Singlespeed-Fahrer etwas Besonderes, ein feiner Kreis und darauf sind wir stolz. Es ist ein schönes Gefühl einen Kult mit zu prägen und Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Letztendlich sind Singlespeeds da, um mit ihnen Spaß zu haben, egal aus welchen Gründen wir sie fahren! In diesem Sinne, tretet in die Pedale!

Eure Kathrin

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